Was die Prüfung misst
Der fide-Test wurde für die Schweizer Migrationsbehörden entwickelt, und seine Anlage folgt daraus. Er prüft, ob Sie reale Situationen des Schweizer Alltags bewältigen: ein Anruf beim Arzt, ein Gespräch auf der Gemeinde, ein Problem in der Wohnung, eine Mitteilung aus der Schule Ihres Kindes.
Das macht ihn zu einer anderen Prüfung als ein schulischer Sprachtest. Es gibt keinen Grammatikteil, keinen Aufsatz zu einem abstrakten Thema und keinen Wortschatz, dem Sie nur in einem Lehrbuch begegnen würden.
Wie die Prüfung abläuft
Der mündliche Teil ist auf rund 40 Minuten angesetzt und deckt Sprechen und Verstehen ab. Sie sitzen den Prüfenden gegenüber und werden nicht mit einer anderen Kandidatin oder einem anderen Kandidaten gepaart.
Die Aufgaben bauen auf einem Szenario auf und verlaufen typischerweise in drei Schritten:
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Eine Situation beschreiben. Sie sehen ein Bild oder eine kurze Bildfolge mit einer Alltagsszene und sagen, was geschieht, wer beteiligt ist und worin das Problem besteht. Auf A1 genügen einzelne Wörter und kurze Wendungen. Ab A2 erwartet die Prüfperson zusammenhängende Sätze.
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Die Situation durchspielen. Die Prüfperson übernimmt eine Rolle aus dieser Szene, etwa die Person am Empfang, den Nachbarn oder die Beamtin, und Sie bewältigen den Wortwechsel: den Termin vereinbaren, das Problem erklären, um das bitten, was Sie brauchen. Das ist der Kern der Prüfung und fällt am stärksten ins Gewicht.
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Anschlussfragen beantworten. Einige Fragen weiten das Thema auf Sie selbst aus: wie Sie damit sonst umgehen, was beim letzten Mal geschah, was Sie anders machen würden. Auf B1 begründen und erklären Sie hier, statt nur zu berichten.
Die Verstehensaufgaben prüfen, ob Sie aufgenommen haben, was zu Ihnen gesagt wurde.
Wie bewertet wird
Die Prüfenden bewerten nach den GER-Deskriptoren des jeweiligen Niveaus. Ihre zentrale Frage ist, ob die Kommunikation funktioniert hat:
- A1. Aneinandergereihte Wörter und kurze Wendungen. Der Sinn muss erkennbar sein.
- A2. Strukturierte Sätze mit passendem Wortschatz. Sie müssen nicht grammatisch korrekt sein, aber der Sinn muss klar sein und der Wortwechsel muss zum Ziel führen.
- B1. Gut geformte, zusammenhängende Rede mit ausreichendem Wortschatz, in einem Gespräch, das in beide Richtungen natürlich fliesst.
Zwei Schlüsse lohnen sich zu verinnerlichen. Flüssigkeit schlägt Korrektheit: Wer über einen Fehler hinweg weiterspricht, wird in der Regel besser bewertet als wer innehält, um sich zu verbessern. Und weil es keine Bestehensgrenze gibt, führt ein schwächerer Tag zu einem tieferen Niveau auf dem Zertifikat und nicht zu einer nicht bestandenen Prüfung. Für die Einzelheiten siehe, was die einzelnen Niveaus verlangen.
Praktisches
- Kosten. CHF 250 für den vollständigen Test, CHF 170 für den mündlichen Teil allein, CHF 120 für den schriftlichen Teil allein.
- Anmeldung. Direkt bei einer Prüfungsinstitution, spätestens 15 Tage vor dem Prüfungsdatum. Institutionen gibt es in jedem Kanton.
- Sprache. Deutsch, Französisch oder Italienisch, je nach Kanton.
- Ergebnisse. Der Sprachenpass kommt rund vier Wochen später per Post, in der Zeit von Dezember bis Januar bis zu sechs Wochen.
- Wahl der Teile. Sie können sich nur für den mündlichen Teil, nur für den schriftlichen Teil oder für beide anmelden.
Die Vorbereitung
Das Format belohnt eine bestimmte Art zu üben. Lese- und Grammatikübungen bringen für den mündlichen Teil wenig, denn gemessen wird Ihre Fähigkeit, in Echtzeit zu sprechen, in Szenarien, die Sie nicht vollständig vorhersehen können.
Was tatsächlich überträgt:
- Üben Sie Szenarien, nicht Vokabeln. Die Prüfung schöpft aus den 11 fide-Themen weiter unten: Gesundheit, Wohnen, Verwaltung, Arbeit, Schule und die übrigen. Vollständige Wortwechsel in diesen Zusammenhängen zu üben, kommt der echten Aufgabe am nächsten.
- Sprechen Sie jedes Mal laut. Stille Vorbereitung baut den Reflex nicht auf, den die Prüfung testet.
- Holen Sie sich Rückmeldung an den Kriterien. Zu wissen, dass es gut lief, nützt nichts. Zu wissen, dass Ihre Sätze strukturiert, Ihre Antworten aber zu kurz waren, bringt Sie von A2 auf B1.
Klären Sie vor der Buchung, welches Niveau Sie brauchen: siehe die Sprachanforderungen für Bewilligung und Einbürgerung.
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Jetzt übenDie 11 fide-Themen
Jedes Szenario der mündlichen Prüfung stammt aus einem von 11 Bereichen des Schweizer Alltags. Sie sind auf A1, A2 und B1 dieselben, was sich ändert, ist, wie viel Sie damit anfangen sollen. Sie können nicht wissen, welches Szenario Sie ziehen, aber der Boden, auf dem es steht, ist festgelegt, und genau das macht gezieltes Üben möglich.
- Wohnen
Eine Wohnung mieten, Mängel und Reparaturen, Hausordnung, Nachbarschaft. - Kinder & Schule
Kinderbetreuung, Lehrpersonen, Elternabende, Mitteilungen der Schule. - Arbeit
Ihre Aufgaben, Arbeitszeiten und Ferien, Abwesenheiten, Kolleginnen und Kollegen. - Stellensuche
Inserate, Bewerbungen, Vorstellungsgespräche, das Arbeitsamt, Weiterbildung. - Verwaltung
Die Gemeinde, Bewilligungen und Anmeldung, Formulare, Behördenbriefe. - Medien & Freizeit
Telefon- und Internetverträge, Abonnemente, Vereine, etwas abmachen. - Mobilität & Verkehr
Billette, Fahrpläne und Anschlüsse, den Weg finden, Störungen, alltägliche Einkäufe. - Post, Bank & Versicherung
Pakete, ein Konto eröffnen, Rechnungen, Grundlagen der Krankenversicherung. - Gesundheit
Die Apotheke, sich krank melden, gesund leben, Notfälle. - Soziale Kontakte
Sich vorstellen und plaudern, Einladungen, sich verabreden, Nachbarn und Freunde. - Arztbesuch
Einen Termin vereinbaren, Beschwerden schildern, in der Praxis, Anweisungen und Rezepte.
Offizielle Quelle: der fide-Test auf fide-service.ch.